Anleger gehen lieber kein Risiko ein

Am deutschen Aktienmarkt herrscht weiterhin Vorsicht und Zurückhaltung unter den Anlegern. Zum einen steht heute die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda, zum anderen das Halbjahrestreffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec).

Anleger gehen lieber kein Risiko ein
Fredrik Von Erichsen Anleger gehen lieber kein Risiko ein

Am Freitag dann wird sich wohl alles um den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht drehen, der als wichtiger Indikator für die Zinspolitik in der weltgrößten Volkswirtschaft USA gilt.

Im frühen Handel verlor der Dax am Donnerstag 0,24 Prozent auf 10 179,84 Punkte, während der Leitindex der Eurozone nur minimal nachgab: 0,05 Prozent auf 3037,35 Punkte büßte der EuroStoxx 50 ein.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen in Deutschland sank um 0,16 Prozent auf 20 634,90 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg zugleich um 0,12 Prozent auf 1697,61 Zähler.

Mit Blick auf das Opec-Treffen dürfte vor allem interessieren, ob die Organisation eine Produktionsobergrenze in Erwägung ziehen könnte.

Zudem steht an diesem Tag der Zinsentscheid der EZB an, von dem jedoch nichts Neues erwartet wird. Am Vormittag dürfte sich der Blick aber erst einmal auf die Erzeugerpreise aus der Eurozone richten, von denen im Monatsvergleich ein minimaler Anstieg erwartet wird.

Schlusslicht im Dax waren die Aktien der Munich Re mit minus 1,80 Prozent und litten damit weiterhin unter den laut Analysten kostenintensiven Umbauplänen für die Tochter Ergo. Mehrere Analystenhäuser senkten nun ihre Kursziele für das Papier des Münchener Rückversicherers.

Autoaktien standen nach den US-Absatzzahlen vom Vorabend im Blick, legten jedoch allesamt moderat zu. Nach einer langen Boom-Phase hatte es im Mai einen überraschend herben Dämpfer beim Neuwagen-Absatz in den USA gegeben. Große Hersteller mussten erhebliche Abstriche machen, wobei es Volkswagen (VW) erneut besonders heftig erwischte. Doch auch Daimler und BMW taten sich schwer.