Ansichtskarten-Ironie in Berlin

In Zeiten von Smartphones und sozialen Netzwerken scheint das Postkarten-Schreiben unmodern geworden zu sein - viel zu langsam, viel zu unpersönlich. Doch das Altmodische vieler Ansichtskarten erlebt nun in Berlin eine Renaissance.

«Wäre es nicht schön, neben Rechnungen und Wahlunterlagen mal wieder was Persönliches aus dem Briefkasten zu fischen?», fragte nostalgisch die «Berliner Zeitung». Jenseits klassischer Berlin-Motive wie dem Brandenburger Tor gebe es in jüngster Zeit «jede Menge Alternativen», berichtete das Blatt.

So kann man inzwischen «Grüße vom Kottbusser Tor» (eine Bausünden-Kreuzung in Kreuzberg, die viele liebevoll «Kotti» nennen) kaufen - Tausende Exemplare seien bereits abgesetzt worden. Oder ein anderes Motiv: «Viele Grüße von der Müllerstraße» (eine eher schmucklose Geschäftsstraße im Stadtteil Wedding).