Anti-Diskriminierungs-Stelle für Reform des Gleichbehandlungsgesetzes

Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes fordert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine Reform. Der Schutz vor Benachteiligungen müsse effektiver werden, sagte ADS-Chefin Christine Lüders. Die Hürden seien oft zu hoch, um das Recht auf Gleichbehandlung durchzusetzen. Nach einem Expertengutachten müssten etwa die Fristen erweitert werden, in denen Betroffene ihre Ansprüche geltend machen können. Das 2006 eingeführte Gesetz soll Menschen helfen, die am Arbeitsplatz oder im Alltagsleben wegen Herkunft, Geschlecht oder Alter benachteiligt werden.