Antidiskriminierungsstelle: Sorge über Zutrittsverbote

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist besorgt über angebliche Zutrittsverbote für Ausländer in Freiburger Diskotheken. Pauschale Einlassverbote für bestimmte ethnische Gruppen dürfe es nicht geben, erklärte die Leiterin der Stelle, Christine Lüders.

Die aufgeheizte Stimmung nach den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht könne kein Freibrief dafür sein, jetzt Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen. «Clubs können bei konkreten Vorfällen Hausverbote aussprechen, sie können aggressive oder alkoholisierte Personen auch von vornherein abweisen. Die ethnische Herkunft darf aber bei der Türpolitik nie eine Rolle spielen», sagte sie.

Die Stadt Freiburg will prüfen, ob die Club-Betreiber pauschal Menschen diskriminieren. Nach Recherchen der «Badischen Zeitung» haben Ausländer in Freiburg derzeit Probleme, ungehindert Diskotheken und Clubs zu besuchen. Die Betreiber würden dies unter anderem mit sexuellen Belästigungen von Frauen, Diebstählen und Gewalt begründen.