Antisemitismus-Zwist - AfD im Südwesten berät Fall Gedeon

Der Landesvorstand der AfD in Baden-Württemberg berät heute in Stuttgart über das politische Schicksal des wegen Antisemitismusvorwürfen umstrittenen Parteimitgliedes Wolfgang Gedeon. Beobachter erwarten eine Entscheidung des 13-köpfigen Gremiums.

Antisemitismus-Zwist - AfD im Südwesten berät Fall Gedeon
Christoph Schmidt Antisemitismus-Zwist - AfD im Südwesten berät Fall Gedeon

Für einen Ausschlussantrag an das Landesschiedsgericht müsste eine einfache Mehrheit stimmen.

Der Bundesvorstand hatte dem Landesvorstand empfohlen, Gedeon auszuschließen. Aus Sicht von Kritikern bagatellisiert Gedeon die Verbrechen gegen die Juden im Nationalsozialismus. Den Holocaust bezeichnet er als «gewisse Schandtaten».

Auch in der AfD-Landtagsfraktion steht am kommenden Dienstag eine Abstimmung über den Verbleib Gedeons an. Fraktionschef Jörg Meuthen ist auch einer von drei Landessprechern; und er führt die Partei mit Frauke Petry im Bund. Meuthen hat gedroht, sein Fraktionsamt aufzugeben, sollte Gedeon in der Fraktion bleiben.