Anwalt der Nebenkläger nennt Loveparade-Entscheidung «Justizskandal»

Die Entscheidung des Duisburger Landgerichts, keinen Strafprozess zum Loveparade-Unglück zu führen, hat Empörung bei den Nebenklägern ausgelöst. Das sei ein Justizskandal, nach fünfeinhalb Jahren Ermittlungen zu so einem Ergebnis zu kommen, sagte der Anwalt Julius Reiter der dpa. Er vertritt rund 100 Betroffene, darunter die Angehörigen von vier Todesopfern. Reiter sagte, das Gutachten des Panikforschers Keith Still sei sicher zu kritisieren - die Mängel reichten aber nicht aus, um die Anklage nicht zuzulassen.