Arabische Liga berät über Jemen-Krise

Als Reaktion auf die Jemen-Krise sind die Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga am Samstag im ägyptischen Scharm el-Scheich zu einem Gipfeltreffen zusammengekommen.

Saudi-Arabien bemüht sich um eine Resolution, die ein militärisches Eingreifen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen unterstützt. Die Schiitenmiliz beherrscht inzwischen weite Teile des Landes.

Es wird erwartet, dass die arabischen Staatsoberhäupter mit großer Mehrheit die Luftangriffe unterstützen. Eine von Saudi-Arabien geführte arabische Allianz hat am Donnerstag mit Luftschlägen gegen Stellungen der Huthis und ihre Verbündeten begonnen.

Das sunnitische Königshaus in Saudi-Arabien will eine Ausweitung des Machtbereichs des schiitischen Irans verhindern. Saudi-Arabien und Iran sind die größten Rivalen im Nahen Osten. Im Jemen führen sie eine Art Stellvertreterkrieg.

Die Arabische Liga soll vor allem die Bildung einer ständigen panarabischen Eingreiftruppe diskutieren. Ursprünglich sollte der Kampf gegen Terrorismus Hauptpunkt des Liga-Treffens sein. Die Arabische Liga wird bis einschließlich Sonntag tagen.