Arbeitgeber rügen Gewerkschaften für geplante Kita-Streiks

Nach dem Platzen der Erzieher-Tarifrunde haben die Arbeitgeber den Gewerkschaften mangelnde Kompromissbereitschaft vorgeworfen.

«Gerade in so einem sensiblen Bereich wie der Kinderbetreuung kann man von Gewerkschaften ein besonders verantwortungsvolles Vorgehen erwarten, und dass sie erst den Verhandlungsweg ausschöpfen, bevor sie Kinder und Eltern mit einem Arbeitskampf belasten», teilte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mit. Die Gewerkschaften seien jedoch auf keinen der VKA-Vorschläge eingegangen oder hätten in irgendeiner Weise Kompromissbereitschaft signalisiert.

In Kindertagesstätten droht ab Ende nächster Woche ein unbefristeter Streik der Erzieher. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Tarifverhandlungen für die bundesweit 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter am Montagabend für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft lässt ihre Mitglieder Anfang Mai in einer Urabstimmung über das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW und dbb fordern eine höhere Eingruppierung der Beschäftigten. Das würde im Durchschnitt zu Einkommensverbesserungen von rund zehn Prozent führen. Die Arbeitgeber halten das für nicht bezahlbar.