Arbeitgeberpräsident fordert Abbau von Integrationshürden

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat maximales Engagement der Wirtschaft bei der Flüchtlingsintegration zugesagt. Die Politik rief er zum Abbau von Hürden auf, die den Einstieg von Migranten ins Berufsleben erschweren. 

Arbeitgeberpräsident fordert Abbau von Integrationshürden
Rainer Jensen Arbeitgeberpräsident fordert Abbau von Integrationshürden

«Die deutschen Unternehmen sind bereit, ihr Möglichstes zu tun», sagte Kramer auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Aber sie könne die Integration nicht alleine schaffen. So müssten alle Flüchtlinge rasch an verpflichtenden Sprachkursen teilnehmen.

«Jedes vierte Unternehmen sucht mittlerweile händeringend Fachkräfte», sagte Kramer. Die Flüchtlinge seien zwar nicht die alleinige Lösung. Qualifizierte, geregelte Zuwanderung könne nicht ersetzt werden. Aber eine Chance beinhalte die Flüchtlingskrise doch. Die Wirtschaft sei bereit, eine große Zahl von Flüchtlingen auszubilden und zu beschäftigen.

Die Politik müsse aber Voraussetzungen schaffen. Asylsuchenden mit Bleibeperspektive müssten alle Möglichkeiten der Zeitarbeit, von Praktika und der Jobmarkt-Förderung bekommen.

Indirekt mahnte Kramer, Flüchtlinge nicht unter Terrorverdacht zu stellen. «Die Menschen, die zu uns fliehen, fliehen vor genau der gleichen Gefahr in ihren Ländern», sagte er.