Arbeitslosigkeit in Euroländern auf Zwei-Jahres-Tief

Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Die Spanne zwischen den Staaten ist aber groß: Während Deutschland von allen 28 EU-Staaten am besten dasteht, ist die Lage in Griechenland weiter düster.

Das zeigen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat. Im Dezember 2014 betrug die Arbeitslosenquote in den Ländern mit der gemeinsamen Währung demnach 11,4 Prozent. Zuletzt war die Quote im August 2012 niedriger gewesen. Im Vormonat November 2014 waren es noch 11,5 Prozent gewesen.

Deutschland meldete mit 4,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in der gesamten Europäischen Union. Österreich folgte auf Platz zwei mit 4,9 Prozent.

Am anderen Ende der Skala war Griechenland weiter der traurige Spitzenreiter mit einer Quote von 25,8 Prozent im Oktober. Jüngere Daten aus Athen lagen laut Eurostat nicht vor. Spanien folgte mit 23,7 Prozent im Dezember. Während sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Griechenland leicht verschlechterte, verbesserte sie sich etwas in Spanien. Italien lag an sechster Stelle mit 12,9 Prozent.

Insgesamt waren im Dezember 18,13 Millionen Männer und Frauen in den Eurostaaten ohne Job.

In der Europäischen Union mit ihren 28 Mitgliedsstaaten sank die Arbeitslosenquote von 10,0 auf 9,9 Prozent. Dies war der niedrigste Wert seit Oktober 2011. Die Quote entspricht 24,06 Millionen Menschen. Über ein Jahr betrachtet fiel die Quote in 24 Staaten.

Unter jungen Menschen besserte sich die Arbeitslosigkeit derweil. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren in den Euro-Ländern 23,0 Prozent ohne Arbeit, nach 23,6 Prozent im Monat November.

Am dramatischsten war die Situation trotz leichten Rückgangs in Spanien mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 51,4 Prozent, gefolgt von Griechenland mit 50,6 Prozent im Oktober.

Diese Werte sind aber nicht unmittelbar vergleichbar mit der Gesamtquote: Schüler und Studenten ohne Job werden ausgeklammert, das verkleinert die Bezugsgruppe. Dadurch fällt jeder einzelne Arbeitslose mehr ins Gewicht.