Architekt der Einheitswippe «erschüttert» über Baustopp

Der Architekt des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin, Johannes Milla, hat «erschüttert» auf den vom Bundestag verordneten Baustopp reagiert. Die Entscheidung sei aus mehreren Gründen nicht nachvollziehbar, erklärte Milla nach dem Beschluss vom Mittwochabend.

Architekt der Einheitswippe «erschüttert» über Baustopp
Kay Nietfeld Architekt der Einheitswippe «erschüttert» über Baustopp

«Es liegt seit September eine Baugenehmigung vor. Damit ist verbrieft, dass alle offenen Fragen geklärt sind.»

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte die Bundesregierung am Mittwoch in einem einstimmigen Beschluss aufgefordert, das Projekt nach zahlreichen Schwierigkeiten nicht weiter zu verfolgen. Die Kosten waren laut Finanzministerium von 10 auf 15 Millionen Euro gestiegen.

Milla betonte, Mehrkosten seien lediglich durch diverse Auflagen der Behörden entstanden, der Aufwand sei aber klar nach oben begrenzt. «Als Generalunternehmer wollten wir das Denkmal für einen festen Preis errichten», betonte er. «Als Arbeitsergebnis bleibt jetzt ein Denkmalsockel ohne Mosaik zurück, dessen Oberfläche zudem wieder aufwendig geschützt werden muss.»