Ariane-5 bringt zwei Telekommunikationssatelliten ins All

Zum sechsten Mal in diesem Jahr hat das europäische Weltraumunternehmen Arianespace eine Ariane-5-Rakete ins All gejagt.

Vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus stieg der knapp 55 Meter hohe Lastenträger am Dienstag in den Himmel über Südamerika. Der Flug war nach Angaben des Herstellers Airbus Safran Launchers die 69. erfolgreiche Mission einer Ariane-5 in Serie.

In Startzone ELA-3 hob Flug VA227 mit einem Gesamtgewicht von gut 780 Tonnen ab. An Bord der Ariane-5 waren zwei Satelliten: Arabsat-6B wurde im Auftrag von Airbus Defence and Space und Thales Alenia Space transportiert und nach rund 27 Minuten Flugzeit ausgesetzt. In BADR-7 umbenannt soll der 5,8 Tonnen schwere Satellit 15 Jahre lang für das saudi-arabische Unternehmen Arabsat Rundfunk-, Breitband- und Telekommunikationsdienste über dem Nahen Osten, Afrika und Zentralasien sichern.

Mit GSAT-15 für die indische Weltraumorganisation Isro hat Arianespace nach eigenen Angaben den 520. Satelliten im All platziert. Der 3,2 Tonnen schwere GSAT-15, etwa 16 Minuten nach dem ersten Satelliten ins All entlassen, soll in den kommenden zwölf Jahren Telekommunikationsdienste über Indien unterstützen.

Zu den zehn Starts in diesem Jahr von Kourou aus gehörten neben den sechs Ariane-5-Raketen auch zwei Sojus sowie zwei Vega, die kleinste Rakete aus der Arianespace-Familie. Die Ariane 5 ist der größte Lastenträger im Arsenal und wird vom Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus gebaut.