Asean-Gipfel: Philippinen fordern Einigkeit gegen China

Im Territorialkonflikt mit China werfen die Philippinen Peking eine Militarisierung des Südchinesischen Meeres vor.

Die Nachbarstaaten müssten sich den Forderungen Chinas in den umstrittenen Gebieten zur Wehr setzen, verlangte der philippinische Außenminister Albert Del Rosario am ersten Tag des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. «Die massive Rückgewinnung zielt eindeutig darauf ab, den Status quo in der Region zu ändern», sagte Del Rosario vor Beginn des Gipfels in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

Mehrere Asean-Staaten wie Brunei, Malaysia, die Philippinen und Vietnam erheben Ansprüche auf Teile des Südchinesischen Meeres, das allerdings Peking weitgehend für sich beansprucht. Seit Jahren ringen sie um einen Verhaltenskodex, wie die Konflikte zu lösen sind. Allerdings zieht Peking es vor, Streitigkeiten bilateral zu lösen.

Zugleich wollen die südostasiatische Staatengemeinschaft und die Europäische Union ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit verstärken. Dies unterstrichen beide Seiten am Rande des Gipfels in Kuala Lumpur, der eine Wirtschaftsunion in Südostasien vorbereiten soll.

Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und die Wirtschaftsminister der zehn Asean-Staaten empfahlen ein neues Handels- und Investitionsprogramm. Zudem sollen die Chancen für ein Freihandelsabkommen beider Regionen ausgelotet werden. «Die Minister (der Asean-Gruppe) und die EU-Handelskommissarin sind erfreut über die wachsende Dynamik der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, die zu einer Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Regionen beiträgt», hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.