Spitzentreffen von Merkel, Hollande und Tsipras noch offen

In den festgefahrenen Verhandlungen zur Lösung der Griechenland-Krise ist ein erneutes Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras nach wie vor offen.

Sie könne ein solches Treffen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bestätigen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin. Sollte der griechische Ministerpräsident am Rande des EU-Lateinamerika-Gipfels in Brüssel Gespräche mit Kanzlerin Merkel und Präsident Hollande wünschen, werde sich sicherlich eine Gelegenheit finden, um ein solches Treffen zu realisieren.

Das schuldengeplagte Griechenland hat sich derweil kurzfristig frisches Geld am Kapitalmarkt besorgt. Wie die Schuldenagentur PDMA mitteilte, konnten insgesamt 2,925 Milliarden Euro für 13 beziehungsweise 26 Wochen in Form kurzlaufender Staatspapiere aufgenommen werden.

Die Rendite der versteigerten Papiere lag - wie bei einer vergleichbaren Auktion im Vormonat - für die dreimonatigen Papiere im Wert von 1,3 Milliarden Euro bei 2,7 Prozent. Auch die Rendite für die sechsmonatigen Papiere im Wert von 1,625 Milliarden Euro blieb im Monatsvergleich unverändert bei 2,97 Prozent.

Athen hat sich das Geld geliehen, weil es am 12. Juni 3,6 Milliarden Euro Schulden refinanzieren muss. In der griechischen Finanzpresse wird damit gerechnet, dass das restliche Geld an diesem Donnerstag in die Staatskasse fließt. Denn dann dürfte Athen wie üblich im Rahmen eines gesonderten Verfahrens zusätzliche Wertpapiere versteigern.