Athen hofft auf Einigung mit Gläubigern binnen zehn Tagen

Das pleitebedrohte Griechenland hält eine baldige Einigung mit seinen Gläubigern für möglich. Dies sagte der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis im griechischen Fernsehen aus der lettischen Hauptstadt Riga.

Man könnte sich «binnen zehn Tagen» einigen. Die Lage sei reif für ein Sondertreffen der Eurogruppe nächste Woche, sagte er. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande des EU-Gipfels in Riga allerdings weitere Anstrengungen Athens zur Überwindung der Schuldenkrise gefordert. In Brüssel wird ein Treffen der Eurogruppe zu Griechenland in der nächsten Woche für unwahrscheinlich gehalten, wie aus informierten Kreisen verlautete.

Die Euroländer fordern von Athen im Gegenzug für weitere Unterstützung weitreichende Reformzusagen. Die griechische Regierung hat es aber bislang nicht geschafft, eine nach Ansicht der Geldgeber überzeugende Liste mit Vorschlägen vorzulegen. Am Donnerstagabend hatten Merkel und der französische Präsident François Hollande mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras in Riga mehr als zwei Stunden über Lösungsmöglichkeiten diskutiert.

Merkel sagte am Freitagmorgen, sie habe Tspiras gemeinsam mit Hollande Hilfe und Unterstützung angeboten. Der Abschluss der Verhandlungen müsse aber mit den drei Institutionen EU, Europäische Zentralbank (EZB) und Internationaler Währungsfonds (IWF) gefunden werden. «Und es muss sehr, sehr intensiv gearbeitet werden», sagte Merkel. «Ich bin optimistisch», sagte Tsipras am Freitag im griechischen Fernsehen.