Athen nicht zufrieden mit Vorschlägen der Gläubiger

Die griechische Regierung hat sich unzufrieden mit den Vorschlägen der Gläubiger zur Lösung der Finanzprobleme des Landes gezeigt. Diese seien unakzeptabel, hieß es aus Regierungskreisen.

Athen nicht zufrieden mit Vorschlägen der Gläubiger
Orestis Panagiotou Athen nicht zufrieden mit Vorschlägen der Gläubiger

Sollten die Vorschläge in die Tat umgesetzt werden, würde die griechische Wirtschaft weiter schrumpfen. Dies würde zu einem Teufelskreis aus mehr Arbeitslosigkeit und höheren Schulden führen, wie es bei der im Januar abgelösten Regierung der Konservativen und Sozialisten der Fall gewesen sei, hieß es weiter.

Nach Ansicht der Regierung könne das keine Grundlage für eine Einigung zur Lösung der Krise sein. Das habe Regierungschef Alexis Tsipras in einem Telefonat am Donnerstagabend Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande mitgeteilt, verlautete aus Kreisen von Tsipras Büro.

Athen ist der Meinung, dass ein niedriger Primärüberschuss den Teufelskreis durchbrechen könne. Weitere Kürzungen von Renten und Gehältern lehnt das Land ab. Zudem solle es eine Umstrukturierung der Schulden und einen Investitionsplan geben, damit die griechische Wirtschaft wieder wachsen könne.

Wer über 30 000 Euro brutto im Jahr verdient, soll mit einer Sonder-Solidaritätssteuer von 2 statt bislang 1,4 Prozent belastet werden. Stufenweise steigt diese Steuer auf bis zu acht Prozent für Menschen, die mehr als 500 000 Euro im Jahr verdienen. Zudem soll die Luxussteuer für Jachten, Schwimmbäder und teure Autos um 30 Prozent erhöht werden. Die griechische Wirtschaftspresse rechnet damit, dass die Vorschläge aus Athen 1,8 Milliarden Euro in die Staatskassen bringen werden. Die Vorschläge der Gläubiger würden sich auf drei Milliarden Euro berechnen.