Athen zeigt sich optimistisch für Einigung mit Geldgebern im Mai

Griechenland ist optimistisch, dass es bald zu einer Einigung mit den Geldgebern kommen könnte. Dies ist das Ergebnis eines Treffens von Regierungschef Alexis Tsipras mit seinen für Finanzen zuständigen Ministern und Beratern, das am späten Sonntagabend zu Ende ging.

Athen zeigt sich optimistisch für Einigung mit Geldgebern im Mai
Boris Roessler Athen zeigt sich optimistisch für Einigung mit Geldgebern im Mai

Wie es aus Kreisen der Athener Regierung mit Bezug auf die Geldgeber-Expertengespräche in Brüssel hieß, «wollen alle Seiten eine Einigung noch im Mai». Die Gespräche liefen auch am Wochenende.

Zunächst sei es wichtig, dass dieses Gremium (sogenannte Brussels Group) Fortschritte feststelle, damit dann anschließend auch die Eurogruppe diese Fortschritte bestätigen könne, sagten Kreise der Regierung in Athen. Die in der Eurogruppe vertretenen Finanzminister wollen sich am 11. Mai treffen, bis dahin wird ein Kompromiss mit der griechischen Regierung angestrebt.

Die Geldknappheit Athens wird zwischenzeitlich immer dramatischer. Tsipras hofft nach einer positiven Bewertung der Geldgeber auf eine - wenn auch leichte - Öffnung des Geldhahns durch die Euro-Partner und die Europäische Zentralbank möglichst rasch. Ein belastbares Reformpaket ist Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfen in Höhe von 7,2 Milliarden Euro. Ohne das Geld läuft Athen Gefahr, bald seine Schuldenverpflichtungen an die Gläubiger oder die Löhne der Staatsbediensteten nicht mehr zahlen zu können.