Griechische Banken sollen geschlossen bleiben

Die griechische Regierung hat einem Bankchef zufolge den Instituten die Öffnung an diesem Montag untersagt.

Damit solle ein finanzieller Kollaps nach dem Einfrieren der Notkredite für griechische Banken durch die Europäischen Zentralbank (EZB) vermieden werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Piräus Bank, Anthimos Thomapoulos, in Athen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete.

Der griechischen Tageszeitung «Kathemerini» zufolge sollen die Banken frühestens am 6. Juli, also einen Tag nach der Volksabstimmung, wieder geöffnet werden. Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis kündigte an, eine Entscheidung werde nach einer Kabinettssitzung verkündet.

Geraten Banken in Schwierigkeiten, weil verängstigte Bürger ihr Bargeld abheben, ist die einfachste Möglichkeit, sie einfach vorübergehend ganz zu schließen («Bankferien») - bis sich die Situation wieder entspannt hat.

Eine weitere Option sind sogenannte Kapitalverkehrskontrollen, mit denen zum Beispiel der Betrag, der von Geldautomaten abgehoben oder ins Ausland überwiesen werden kann, für einen längeren Zeitraum beschränkt wird.