Athener Kreise: «Troika» sieht Silberstreif in Athen

Fortschritte beim Haushalt, die Talfahrt der griechischen Wirtschaft gebremst: Zu diesem Schluss seien die «Troika» der internationalen Geldgeber und Finanzminister Ioannis Stournaras bei ihrem Treffen am vergangenen Wochenende gekommen.

Athener Kreise: «Troika» sieht Silberstreif in Athen
Oliver Berg Athener Kreise: «Troika» sieht Silberstreif in Athen

Das verlautete am Montag aus dem Athener Ministerium. Danach wird für möglich gehalten, dass Griechenland dieses Jahr einen primären Haushaltsüberschuss erzielt, also ohne die Zinslast für den enormen Schuldenberg. Die konkrete Höhe sei noch unklar, die Rede sei von bis zu 1,5 Milliarden Euro, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der an den Verhandlungen mit der Troika teilnimmt, der dpa.

Zudem solle die griechische Wirtschaft dieses Jahr statt um zuvor angenommene 4,2 Prozent noch um 3,8 Prozent der Wirtschaftsleistung schrumpfen. Die Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sind zu Prüfungen in Athen, die bis Oktober laufen.

Es geht um eine weitere Tranche über eine Milliarde Euro für das pleitebedrohte Euroland. Auflagen sind Privatisierungen sowie Entlassungen im öffentlichen Bereich, um eine Verschlankung des staatlichen Sektors zu erreichen. Da müsse noch «vieles geleistet werden», hätte die Troika verlangt, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums.

Das Finanzministerium rechne mit ersten Gesprächen über den Finanzbedarf Griechenlands im November. Stournaras hatte den voraussichtlichen Fehlbetrag im derzeitigen Rettungsprogramm auf rund zehn Milliarden Euro beziffert.