Athener Regierungskreise: Können Schulden bald nicht mehr zahlen

Die griechische Regierung schlägt Alarm: Sollten nicht bald Finanzhilfen der internationalen Geldgeber fließen, werde das Land seine Verpflichtungen ihnen gegenüber nicht erfüllen können.

Die Regierung habe «auf allen Ebenen der Eurozone und auch dem IWF (Internationaler Währungsfonds)» klar gemacht, dass Griechenland «seine Schulden nicht mehr ausschließlich aus eigenen Quellen werde zahlen können», hieß es aus Kreisen, die Ministerpräsident Alexis Tsipras nahe stehen. 

Athen habe seit Mitte 2014 keine Finanzhilfen mehr erhalten. Seither komme es seinen Verpflichtungen nach, indem es die Einlagen unter anderem von Rentenkassen und staatlichen Institutionen «plündert». Doch mittlerweile seien auch diese Kassen leer, sagten die Regierungskreise der Deutschen Presse-Agentur. 

Der stellvertretende griechische Außenminister für Wirtschaftsbeziehungen, Euklides Tsakalotos, hatte zuvor von einem Bruch mit den Geldgebern gesprochen, sollten die laufenden Verhandlungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Unterdessen hat die griechische Regierung hat ihre mit Spannung erwartete Reformliste fertiggestellt. Wie der Sprecher der Parlamentsfraktion der regierenden Linkspartei Syriza, Nikos Filis, der dpa sagte, wollen drei enge Mitarbeiter von Finanzminister Varoufakis heute nach Brüssel reisen. Dort wird die Liste den Experten der Geldgeber präsentiert. Nun müssen die Kontrolleure die Vorhaben prüfen.