Atom-Abkommen mit Iran begrüßt

Die Beilegung des Streits um das iranische Atomprogramm und die damit verbundene Aufhebung der Sanktionen ist im Westen begrüßt worden. Israel bleibt dagegen bei seiner Ablehnung.

Das Atom-Abkommen mit dem Iran wird vor allem von westlichen Politikern begrüßt.
Christian Bruna Das Atom-Abkommen mit dem Iran wird vor allem von westlichen Politikern begrüßt.

Nach Überzeugung von US-Außenminister John Kerry ist die Welt ein sichererer Ort geworden. Gerade mit Blick auf die aktuellen Konflikte in der Region sei es wichtig, dass der Iran nach dem nun erfolgten Rückbau seines Atomprogramms keine Nuklearwaffen mehr bauen könne.

Das Ergebnis zeige, dass mit politischem Willen, Ausdauer und multilateraler Diplomatie die schwierigsten Probleme lösbar seien, sagten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in einer gemeinsamen Stellungnahme. "Das ist eine ermutigende und starke Botschaft", meinten sie.

"Historischer Erfolg der Diplomatie"

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon würdigt die Umsetzung des Abkommens als "bedeutenden Meilenstein". Damit werde der gute Wille aller beteiligten Parteien gezeigt, sagte Ban laut Mitteilung am Samstag in New York. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht darin einen "historischen Erfolg der Diplomatie". "Seit heute haben wir die Gewissheit, dass der Iran alle in Wien getroffenen Vereinbarungen eingehalten und in vollem Umfang umgesetzt hat", erklärte Steinmeier am Samstagabend.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte dagegen erneut vor den Gefahren, die von der Regierung in Teheran ausgingen. Netanjahu erklärte am späten Samstagabend, Teheran werde weiter den Nahen Osten destabilisieren und weltweit den Terrorismus verbreiten. Teheran habe sein Streben nach Atomwaffen nicht aufgegeben. Er appellierte an die Weltmächte, den Iran sehr genau zu beobachten und auf jeden Verstoß des Iran zu reagieren.