Atomgespräche mit dem Iran trotz Fortschritten noch «harte Arbeit»

Die Atomverhandlungen mit dem Iran sind trotz Fortschritten noch nicht auf der Zielgeraden. Die Gespräche seien noch «harte Arbeit», sagte der amtierende Bundesaußenministers Guido Westerwelle (FDP) in Genf.

«Wir haben ein klares Ziel: Dass eine atomare Bewaffnung des Iran in jedem Fall verhindert werden muss. Dem dienen hier diese Verhandlungen», sagte Westerwelle. Die Verhandlungen seien jetzt «in einer schwierigen, aber auch wichtigen Phase», sagte er.

Der britische Außenminister William Hague zeigte sich vorsichtig optimistisch. Die Beratungen machten «gute Fortschritte», schrieb Hague auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Es seien aber noch «wichtige Dinge zu lösen». «Wir werden versuchen, das Momentum zu erhalten», schrieb Hague.

Die fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrates und Deutschland verhandeln seit Freitag mit dem Iran. Ziel ist es in einem ersten Schritt, den Iran zur Aufgabe eines Teils des Atomprogramms zu bewegen. Dafür könnten Wirtschaftssanktionen gelockert werden, hieß es aus den Delegationen.

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi hatte gesagt, das Treffen verlaufe konstruktiv. Beiden Seiten stehe noch eine Menge Arbeit bevor. Ein Durchbruch sei machbar, aber noch fraglich.