Auch Lammert nennt Massaker an Armeniern «Völkermord»

Nach Bundespräsident Joachim Gauck hat auch Bundestagspräsident Norbert Lammert die Massaker an den Armeniern vor hundert Jahren im Ersten Weltkrieg als «Völkermord» bezeichnet. Zum Auftakt einer Debatte im Bundestag sagte der CDU-Politiker: «Das, was mitten im Osmanischen Reich stattgefunden hat, war ein Völkermord.» Zugleich bekannte er sich zur deutschen Mitverantwortung am damaligen Geschehen. Das Deutsche Kaiserreich war seinerzeit enger Verbündeter des Osmanischen Reichs. Heute berät das Parlament erstmals über eine Erklärung, in der das Geschehen als Völkermord bezeichnet wird.