Auch nach zweitem Wahlgang kein neuer Präsident in Italien

Die Wahl eines neuen italienischen Staatspräsidenten ist auch im zweiten Durchgang gescheitert.

Keiner der Kandidaten kam am Freitagmorgen auf die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Wie schon in der ersten Runde gab mit 531 erneut die Mehrheit der 1009 wahlberechtigten Senatoren, Abgeordneten und Vertreter der Regionen einen leeren Stimmzettel ab.

Regierungschef Matteo Renzi will den Kandidaten seiner Demokratischen Partei (PD), den Verfassungsrichter Sergio Mattarella, am Samstag im vierten Durchgang wählen lassen. Dann reicht eine absolute Mehrheit aus, weshalb Renzi hofft, den 73-Jährigen mit Hilfe einiger kleinerer Parteien zum Nachfolger von Giorgio Napolitano machen zu können.

Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi und seine konservative Forza Italia (FI) sowie Renzis Koalitionspartner Nuovo Centrodestra (NCD) wollen Mattarella nicht unterstützen. Die meisten Stimmen erhielt im zweiten Wahlgang mit 123 erneut der ehemalige Mafia- und Terrorismusbekämpfer Ferdinando Imposimato, Kandidat der populistischen Protestbewegung 5 Sterne.