Audi-Chef Stadler will trotz Turbulenzen im Markt mehr Modelle

Der kriselnde Automarkt steht nach den Worten von Audi-Chef Rupert Stadler vor «riesigen Herausforderungen».

Es gebe viele Turbulenzen auf dem Markt, sagte Stadler am Donnerstag vor Beginn der Automesse in Paris. Dennoch habe Audi seit Jahresbeginn mit einem weltweiten Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr beim Absatz sehr gute Zahlen hingelegt und werde 2014 wie erwartet 1,7 Millionen Autos verkaufen. Bis 2020 solle die Marke von zwei Millionen geschafft werden. «Wir haben weiter den Anspruch, die Premiummarke Nummer eins zu sein», betonte Stadler.

«Wir spüren in der gesamten Landschaft Krisenherde», sagte der Manager mit Blick auf die Konflikte in der Ukraine, in Russland, Syrien, Iran oder im Irak. «Das führt zu einer gewissen Verunsicherung.» So sei der Gesamtmarkt in Russland rückläufig. «Das betrifft auch den Premium-Bereich», sagte Stadler.

Dadurch werde das Gesamtgeschäft aber nicht beeinflusst, weil über Währung und Preisentwicklung gegengesteuert werden könne. Strategisch solle der Markt dort langfristig wachsen. In Russland setzt Audi rund 30 000 Fahrzeuge in diesem Jahr ab. Spanien und Italien sieht der Hersteller 2014 und 2015 in einer Erholungsphase, Deutschland entwickle sich stabil, Großbritannien sehr gut.

Die allgemeine Marktentwicklung bezeichnete Stadler als «Seitwärtsbewegung». Die Verkaufszahlen in Europa seien nicht wie früher. «Da ist es natürlich, dass der Wettbewerbsdruck höher ist.»

Der Hersteller aus Ingolstadt sieht für seine Modellpalette Platz für zusätzliche Fahrzeuge in Zwischensegmenten. «Audi wird Richtung 60 Modelle wachsen», kündigte Stadler an. Gegenwärtig seien rund 50 verschiedene Fahrzeuge im Programm.