Auf Wangerooge laufen Vorbereitungen für die Walbergung

Auf der Nordseeinsel Wangerooge haben die Vorbereitungsarbeiten für den Abtransport der beiden toten Pottwale begonnen. Bagger waren am Donnerstag im Einsatz, um Rinnen ins Watt zu ziehen.

Sie sollen beim Schleppen der Wale ins Meer als Art Führungslinie dienen. Die Unterspülung mit Wasser soll zudem den Abtransport der tonnenschweren Kadaver erleichtern, wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Am Abend oder in der kommenden Nacht solle ein erster Schleppversuch unternommen werden, um die toten Tiere nach Wilhelmshaven zu bringen.

Weitere Experten begannen am Donnerstagmorgen im Hafen von Nordstrand in Schleswig-Holstein mit den Vorbereitungen für die Zerlegung der beiden nahe Helgoland entdeckten toten Pottwale. Die beiden Jungbullen waren am Mittwochabend aus der Nordsee geborgen und nach Nordstrand gebracht worden.

Insgesamt sind in der Nordsee seit vorigem Freitag elf tote Wale gesichtet beziehungsweise angeschwemmt worden. Zwei auf Wangerooge, einer vor Bremerhaven, zwei bei Helgoland und einer in der Nähe von Büsum. Fünf weitere Tiere verendeten an der Küste der niederländischen Insel Texel. Berichte über einen weiteren angeschwemmten Wal vor Bremerhaven bestätigte das Ministerium nicht.