Aufsichtsrats-Präsidium hält Sondersitzung in Salzburg ab

Im Machtpoker bei Volkswagen tagt das Aufsichtsrats-Präsidium nach dpa-Informationen bei seiner womöglich entscheidenden Sondersitzung im österreichischen Salzburg.

Bei dem Treffen des sechsköpfigen Kerns aus dem Kontrollgremium könnte es um die berufliche Zukunft von VW-Konzernchef Martin Winterkorn gehen.

Nach dpa-Informationen startete ein Flugzeug am Donnerstag im VW-Auftrag aus Niedersachsen gen Salzburg. Darin saß auch der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD). Er ist Präsidiumsmitglied. In der Stadt Salzburg lief das Treffen gegen 16.00 Uhr schon - beziehungsweise noch. Der genaue Starttermin war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen. Über Inhalte der Sondersitzung drang nichts nach draußen.

Das Bundesland Salzburg ist die Heimat von VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, dort ist auch der Familiensitz der Porsches.

Das sechsköpfige Präsidium dürfte an einer Lösung für die seit Tagen schwelende Führungskrise arbeiten, in der die Zukunft von Winterkorn derzeit fraglich ist. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch war von Winterkorn abgerückt. «Ich bin auf Distanz zu Winterkorn», hatte er dem «Spiegel» gesagt und damit für Turbulenzen bei VW gesorgt.

Das Präsidium ist mit seinen sechs Mitgliedern der Kern des 20-köpfigen Aufsichtsrats und bereitet entscheidende Weichenstellungen des Kontrollgremiums vor.