Auftaktniederlage: Petkovic verliert gegen Bencic

Sichtlich enttäuscht saß Andrea Petkovic nach ihrer Auftakt-Niederlage im Fed-Cup-Viertelfinale gegen die Schweiz im Interviewraum.

Auftaktniederlage: Petkovic verliert gegen Bencic
Jan Woitas Auftaktniederlage: Petkovic verliert gegen Bencic

«Es war schon eine elektrisierendere Stimmung in der Halle als sonst. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich deswegen schlechter gespielt habe als sonst», sagte die 28-Jährige. Mit 3:6, 4:6 hatte die deutsche Nummer zwei gegen Belinda Bencic verloren. «Sie hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt», meinte Petkovic.

Die 28-Jährige war der 18 Jahre alten Schweizer Nummer eins deutlich unterlegen und musste sich nach 1:24 Stunden geschlagen geben. Petkovic leistete sich vor 4200 Zuschauern in Leipzig gegen die Nummer elf der Tennis-Welt gerade mit der Vorhand zu viele Fehler. Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber steht damit im zweiten Einzel gegen Timea Bacsinszky unter Druck.

Die Entscheidung über den Halbfinaleinzug fällt am Sonntag. Über einen mögliches zweites Einzel wollte Petkovic noch nicht reden. «Ich weiß ja noch nicht, ob ich spiele», sagte sie.

Gegen Bencic brachte der Darmstädterin eine frühe 2:0-Führung im ersten Satz keine Sicherheit. Gegen die druckvoll und stabil agierende Bencic geriet sie immer wieder in Bedrängnis.

Der zweite Durchgang verlief ausgeglichener. Dennoch musste sich Petkovic nach einem abgewehrten Matchball ihrer Gegnerin beugen. Am Ende standen mehr als doppelt so viele unerzwungene Fehler als bei der Schweizerin bei Petkovic in der Statistik.

Bencic werde «sicherlich die Zukunft gehören», hatte Teamchefin Barbara Rittner zuvor gesagt. Die Bundestrainerin hatte Petkovic trotz einer Erstrunden-Niederlagen bei den Australian Open das Vertrauen geschenkt. «Sie hat nicht schlecht gespielt. Aber ich denke, ich war ein bisschen ruhiger und abgeklärter in den entscheidenden Momenten», sagte Bencic.

Mit einem Sieg gegen die Schweiz will die deutsche Auswahl zum dritten Mal nacheinander mindestens ins Halbfinale einziehen. Gegner wäre am 16./17. April Titelverteidiger Tschechien oder Rumänien.