Ausschussvorsitzende: Hunderte könnten davon gewusst haben

Von dem Kinderporno-Verdacht gegen Sebastian Edathy könnten nach Angaben der Vorsitzenden des Bundestags-Untersuchungsausschusses, Eva Högl (SPD), sehr viele gewusst haben.

«Das könnten mehrere Hundert gewesen sein», sagte Högl im ARD-«Morgenmagazin». Edathy sollte am Mittag als Zeuge im Ausschuss aussagen. Das Gremium will klären, wer wann von den Ermittlungen gegen den Innenpolitiker wusste und ob Edathy gewarnt wurde.

Mitte Oktober 2013 sei die Liste, auf der sich der Name des ehemaligen SPD-Abgeordneten befand, vom Bundeskriminalamt an 16 Landeskriminalämter geschickt worden, sagte Högl. «Allein in Niedersachsen haben ab Mitte Oktober ungefähr 60 Personen davon Kenntnis gehabt, dass Sebastian Edathy verdächtigt wird, kinderpornografisches Material besessen zu haben.»