Außenminister beraten in Amsterdam über Flüchtlingskrise

Die Außenminister der EU-Staaten beraten mit Vertretern aus Ländern wie Mazedonien, Serbien und der Türkei über die Flüchtlingskrise.

Außenminister beraten in Amsterdam über Flüchtlingskrise
Jerry Lampen Außenminister beraten in Amsterdam über Flüchtlingskrise

Mit Spannung wird dabei erwartet, inwieweit bei den informellen Gesprächen neue Vorschläge aus Österreich eine Rolle spielen. Das wie Deutschland und Schweden mit einem großen Flüchtlingsandrang konfrontierte EU-Land kann sich vorstellen, zur Sicherung der Grenzen Soldaten in Länder wie Mazedonien zu schicken. Dort, aber auch in anderen Staaten entlang der sogenannten Balkanroute gebe es eine starke Bereitschaft, den Flüchtlingszustrom zu reduzieren oder vielleicht sogar zu stoppen, sagte der österreichische Außenminister Sebastian Kurz.

Als weiteres wichtiges Thema des Treffens in Amsterdam gilt das im November geschlossene Abkommen der EU mit der Türkei. Die Vereinbarung verpflichtet die Regierung in Ankara eigentlich zu einem besseren Schutz der Grenzen und zu einer Ausweitung des Kampfes gegen Schlepperbanden. Kritiker werfen der Türkei vor, dabei bislang hinter ihren Möglichkeiten zu bleiben. Für ein Entgegenkommen in der Flüchtlingskrise hat die EU Ankara zugesagt, mindestens drei Milliarden Euro für die gut zwei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei zur Verfügung zu stellen.