Ausstellung zur Berliner Weltverbesserungsmaschine

Seit dem 17. Jahrhundert wurde in Berlin an einer Weltverbesserungsmaschine gearbeitet. In einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit versuchen zahlreiche Berliner Museen nun, dem Geheimnis dieses Projekts auf die Spur zu kommen.

Ausstellung zur Berliner Weltverbesserungsmaschine
Kay Nietfeld Ausstellung zur Berliner Weltverbesserungsmaschine

Vor dem Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof steht ein zehn Meter hohes, pyramidenförmiges Modell der Maschine. In anderen Häusern werden 60 Ausstellungsstücke, die Bestandteile sein sollten, durch ergänzende Texte markiert. Eine Schatzkarte führt die Besucher zu den mehr als ein Dutzend Standorten. Der Maschine liegt nach Angaben der Veranstalter die Idee zugrunde, dass die richtige Anordnung von bestimmten Kunstwerken und Artefakten in einer Pyramide eine mächtige, weltverbessernde Kraft freisetzen kann. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Idee in mehreren europäischen Metropolen verfolgt. Auch der preußische Staat beauftragte seine Akademien mit einem entsprechenden Geheimplan. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts geriet das Vorhaben in Vergessenheit.

An dem von Friedrich von Borries kuratierten Projekt sind unter anderem die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Staatlichen Museen zu Berlin, das Berliner Naturkundemuseum und das Deutsche Historische Museum beteiligt. Gefördert wird das Projekt von der Schering Stiftung.