Auswärtiges Amt aktualisiert Teilreisewarnung für Ägypten

Nach den Ausschreitungen mit mindestens 95 Toten hat das Auswärtige Amt seine Teilreisewarnung für Ägypten aktualisiert.

«Es ist weiterhin mit Demonstrationen und Einsätzen der Sicherheitskräfte zu rechnen, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können», hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des Ministeriums. «Die Lage bleibt im Moment sehr unübersichtlich.»

Das AA rät von Reisen in das nordafrikanische Land dringend ab, insbesondere in das Nildelta, nach Kairo, Oberägypten und auf den Sinai. Dies gelte derzeit nicht für die Touristengebiete am Roten Meer und auf der Sinai-Halbinsel im Küstenstreifen zwischen Scharm el Scheich und Nuwaiba. Allerdings verhängte die ägyptische Regierung am Mittwoch Ausgangssperren auch für Scharm el Scheich und Nuwaiba. Insgesamt gilt das Ausgehverbot für zwölf Provinzen inklusive Kairo. Außerdem wurde der Notstand ausgerufen.

Reisende werden vom Bundesaußenministerium allgemein um besondere Vorsicht gebeten und aufgefordert, die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Es wird zudem dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen grundsätzlich weiträumig zu meiden.

Die Polizei hatte am Mittwoch in Kairo mit der Räumung von Protestlagern begonnen, in denen Islamisten seit Anfang Juli für die Wiedereinsetzung des Anfang Juli gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi demonstrierten. Dabei kam es zu Straßenschlachten, die sich auf das ganze Land ausweiteten.