«Awacs» für Syrien: Grüne sehen «nächste Stufe» erreicht

Sollte die Bundeswehr an einem «Awacs»-Einsatz der Nato in Syrien teilnehmen, wäre dies aus Sicht der Grünen eine direkte Beteiligung an einem Kampfeinsatz.

«Das wäre die nächste Stufe der Ausweitung der Beteiligung der Bundeswehr in der Region», sagte der Verteidigungspolitiker Tobias Lindner. Dafür wäre aus seiner Sicht ein neues Mandat des Bundestages notwendig.

Die Nato hatte am Donnerstag bestätigt, dass sie gebeten worden war, der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) «Awacs»-Flugzeuge zur Verfügung zu stellen. Die 16 Spezialmaschinen der Nato haben ihren Stützpunkt in Geilenkirchen bei Aachen. Die Bundeswehr stellt rund ein Drittel der Besatzungsmitglieder.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnten die Flugzeuge Luftangriffe der Anti-IS-Koalition auf Terroristen-Stellungen in Syrien und im Irak koordinieren. Wahrscheinlich hätten die Überwachungsflugzeuge zusätzlich den Auftrag, die Luftverteidigung der Türkei zu unterstützen.

Deutschlands Beteiligung an der Anti-IS-Koalition besteht bisher aus einer Fregatte, die im Persischen Golf einen Flugzeugträger schützt, einem Flugzeug zur Luftbetankung sowie sechs «Tornados», die vom türkischen Nato-Stützpunkt aus zu Aufklärungsflügen über Syrien starten. Außerdem untersützt sie kurdische Kämpfer im Irak. Die «Awacs» könnten eventuell im türkischen Konya stationiert werden.