Axel Springer erwartet langsameres Wachstumstempo

Der Medienkonzern Axel Springer («Bild», «WeltN24») rechnet für das laufende Jahr mit einem abgeschwächten Wachstumstempo. Das Anstieg des Konzernumsatzes werde im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen, teilte der Vorstand in Berlin mit.

Axel Springer erwartet langsameres Wachstumstempo
Maurizio Gambarini Axel Springer erwartet langsameres Wachstumstempo

2016 will sich das Unternehmen weiter auf den Ausbau seines Digitalgeschäfts konzentrieren. Im Fokus stehen dabei das Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal Business Insider, die Content-Plattform Upday und die mobile US-Einkaufsplattform Retale.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat Springer sein Wachstumsziel mit einem Umsatzplus von 8,5 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro erreicht. Mit einem Anteil von 62 Prozent kam deutlich mehr als die Hälfte der Einnahmen aus den Digitalgeschäften des Verlags. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Gewinn von 304,6 Millionen Euro, ein Anstieg um knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 10,2 Prozent auf 559 Millionen Euro.

Der Konzern profitierte besonders von hohen Wachstumsraten der sogenannten Rubrikenangebote - Geschäftsmodelle, deren Erlöse vor allem durch zahlende Kleinanzeigenkunden generiert werden. Der Umsatz des Segments kletterte um 47,1 Prozent auf 753,1 Millionen Euro.

Sorgenkind bleiben die Sparte Bezahlangebote - unter anderem mit den Zeitungen «Bild» und «Welt»: Der Umsatz lag 2015 bei 1,58 Milliarden Euro, nach 1,61 Milliarden Euro im Vorjahr. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug das Ergebnis 223,2 Millionen Euro, ein Rückgang um 11,2 Prozent.