BA-Chef: Kein Job-Schub durch Freihandelsabkommen

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht kaum Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA auf den deutschen Stellenmarkt.

BA-Chef: Kein Job-Schub durch Freihandelsabkommen
Maurizio Gambarini BA-Chef: Kein Job-Schub durch Freihandelsabkommen

«Ich erwarte kein Vernichten von Jobs, aber auch nicht den Job-Boom», sagte Frank-Jürgen Weise der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg. Die Verhandlungen über das sogenannte TTIP-Abkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten sollen bis Ende 2015 abgeschlossen sein, stoßen hierzulande aber zum Teil auf heftige Kritik.

Weise begrüßte das Abkommen: «Als Land, das seinen Wohlstand nicht zuletzt daraus schöpft, dass es sehr viel exportiert, kann man ja nur für freien Handel plädieren.» Mit Blick auf den Arbeitsmarkt ergänzte er: «Ich erwarte mir daraus aber keinen großen Sprung an neuer Beschäftigung.»

Zwar sei der freie Handel nötig, damit Deutschland weiterhin gute Produkte exportieren könne. Doch gerade im Warenaustausch mit den USA fielen ohnehin nur sehr niedrige Zölle an. Weise wies deshalb darauf hin: «Der große Impuls kommt aus der Leistungsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes, der Leistung der Unternehmen, und nicht allein daraus, dass die Rahmenbedingungen für den Export gut sind.»