Bahn dementiert Bericht zu Abschaffung der BahnCard

Die Deutsche Bahn hat einen Bericht dementiert, nach dem sie die Abschaffung der BahnCard in ihrer bisherigen Form prüft. Das hatte hr-Info unter Berufung auf eine Vorlage für eine Bahn-Aufsichtsratssitzung am 10. Dezember berichtet.

Die Bahn wies die Behauptungen als «dreiste Falschmeldung» zurück. Laut hr-Info könnte die BahnCard zum «Kundenkonto» werden, das Rabatte nur noch für Großkunden und Vielfahrer und gemäß der Auslastung eines Zugs einräumt. Außerdem könnten der Vorlage zufolge unwirtschaftliche Linien und weitere Nachtzüge eingestellt werden. Die Bahn will laut Bericht im Fernverkehr die Kosten bis 2019 um 1,5 Milliarden Euro senken. Zu diesen angeblichen Veränderungen will sich die Bahn nun im Laufe des Tages äußern, wie es hieß.

Der Bahn macht auch die wachsende Konkurrenz von Fernbussen zu schaffen. Dieses Jahr könnte die Bahn früheren Angaben zufolge bis zu 120 Millionen Euro Umsatz an die Fernbusse verlieren. Dem Bericht zufolge wird der Umsatzverlust durch die Konkurrenz mittelfristig auf 240 Millionen Euro pro Jahr beziffert.

Im September hatte die Bahn angekündigt, am Jahresende nur leicht an der Preisschraube zu drehen. In Fernzügen gibt es für die zweite Klasse keine Erhöhung. Fahrscheine für die erste Klasse werden ab 14. Dezember durchschnittlich 2,9 Prozent teurer, sind dann aber inklusive Platzreservierung und im ICE auch mit WLAN-Nutzung. Die Bahn hatte damals auf die zunehmende Konkurrenz durch Fernbusse verwiesen, aber auch durch Carsharing und Mitfahrzentralen.