Bahn will auf Personalengpässe reagieren

Die Deutsche Bahn will im kommenden Jahr mit mehr Mitarbeitern in einzelnen Bereichen auf Engpässe reagieren. Eine Zahl nannte das bundeseigene Unternehmen vor einem Treffen mit dem Konzernbetriebsrat und der Spitze der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nicht.

Darauf komme es auch nicht an, sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. Die Bahn und ihre Betriebsräte hätten sich bis auf wenige Ausnahmen in den rund 330 Betrieben des Konzerns auf Personalzahlen für 2014 verständigt.

Nach dem Debakel im Mainzer Stellwerk im August hatten Bahn und Gewerkschaft vereinbart, bis Mitte Oktober die Personaldecke in allen Sektoren des Unternehmens zu überprüfen. In Mainz hatten einsatzbereite Fahrdienstleiter gefehlt.

Deshalb fielen wochenlang Züge aus, was zeitweise auch über die Region hinaus zu Einschränkungen führte. Kirchner nannte die zweimonatige Überprüfung der Personalplanung «gut und erfolgreich».

Bei dem Treffen in Berlin solle festgelegt werden, wo und in welcher Größenordnung im nächsten Jahr ein erhöhter Personalbedarf bestehe, sagte Personalvorstand Ulrich Weber.

Es gehe auch darum, die hohe Zahl an Überstunden und Urlaubsansprüche abzubauen. Das Instrument der Arbeitszeitkonten solle stärker als bisher genutzt werden, fügte Weber hinzu. Zuletzt habe die Bahn jährlich 8000 bis 9000 Mitarbeiter eingestellt. Ob diese Zahl merklich erhöht werden soll, ließ der Manager offen.

Konzernbetriebsratschef Jens Schwarz sagte, außer bei den Fahrdienstleitern würden in der Instandhaltung und bei der Wartung von Fahrzeugen mehr Beschäftigte gebraucht.