Bahnstreik in Belgien - Deutsche Bahn setzt Busse ein

Ein Bahnstreik in Belgien hat den internationalen Zugverkehr im Land zum Erliegen gebracht. Vor allem der Süden war betroffen.

Dort rollten wegen des Ausstands von Mitarbeitern der belgischen Bahn rund 11 Prozent der Züge, im Norden fuhren beinahe 70 Prozent, wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Bahngesellschaft SNCB meldete. Da auch der wichtige Verkehrsknotenpunkt Brüssel betroffen ist, fiel auch der Fernverkehr nach Deutschland oder Frankreich aus.

Die Deutsche Bahn hatte schon vor dem Ausstand mitgeteilt, dass ICE-Züge zwischen Aachen und Brüssel nicht verkehren. Auch Verbindungen des Hochgeschwindigkeitszuges Thalys zwischen Köln, Brüssel und Paris wurden gestrichen. Eurostar-Züge aus London sollten nur bis Lille in Nordfrankreich fahren.

Zwischen Köln und Brüssel werden nach Angaben der Deutschen Bahn Busse eingesetzt. Im Gegensatz zu den normalerweise verkehrenden Zügen sollen diese aber nicht in Aachen und dem ostbelgischen Lüttich halten.

Die Störungen führen nach Berechnungen des belgischen Unternehmensverbands FEB zu Ausfällen von etwa 40 Millionen Euro pro Tag. Der noch bis Donnerstagabend dauernde Streik richtet sich gegen Spar- und Modernisierungspläne der staatlichen Bahngesellschaft SNCB. Die Bahnmitarbeiter in der nördlichen Region Flandern ziehen im Gegensatz zu ihren Kollegen in der südlichen Wallonie bei dem Streik nicht mit.