Bahnvorstand Weber: GDL muss sich endlich kompromissbereit zeigen

Nach dem Ende des mehr als zweitägigen Lokführerstreiks hat Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber die Gewerkschaft GDL zu Kompromissen aufgefordert.

«Zentrales Thema sind ja nicht Einkommensverbesserungen für die Lokführer, sondern ist für die GDL die Erweiterung ihres Zuständigkeitsbereichs», sagte Weber am Montag im ARD-Morgenmagazin.

Die Gewerkschaft habe sich bislang «keinen Millimeter bewegt, stattdessen Streiks ausgerufen, Druck ausgeübt, Millionen Kunden verärgert, das Unternehmen beschädigt». Es sei höchste Zeit, dass die GDL in Verhandlungen Kompromisse aufzeige.

Der Vorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, sagte im Sender n-tv, ein Streik sollte immer verhältnismäßig sein. Es treffe immer Kunden. «Und hier ist das Maß inzwischen nicht mehr ausgewogen.»

Die Lokführer im Personen- und Güterverkehr der Deutschen Bahn hatten zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Arbeit niederlegt. Die Züge rollten erst am Montagmorgen wieder. Bedingung der Gewerkschaft für Tarifgespräche mit der Deutschen Bahn ist es, neben den Lokführern auch für das übrige Zugpersonal verhandeln zu können. Für diese Berufsgruppe ist jedoch die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG zuständig.