Bamberg entthront ALBA im Pokal - Wanamaker überragend

Die Brose Baskets haben ALBA Berlin eine empfindliche Niederlage zugefügt und den Pokal-Hattrick des Erzrivalen frühzeitig verhindert.

Bamberg entthront ALBA im Pokal - Wanamaker überragend
David Ebener Bamberg entthront ALBA im Pokal - Wanamaker überragend

Im ersten Halbfinale bezwangen die Bamberger Basketballer den Hauptstadtclub in Oldenburg mit 86:65 (44:30) und stehen erstmals nach drei Jahren wieder im Endspiel.

Am Sonntag trifft das Team von Trainer Andrea Trinchieri auf den Sieger der Partie zwischen Oldenburg und Bonn und hofft auf den vierten Triumph im BBL-Pokal. Bester Werfer der Franken war der überragende US-Aufbauspieler Bradley Wanamaker mit 22 Punkten. Zwei Tage nach dem Euroleague-Aus war dem Pokalsieger der vergangenen beiden Jahre aus Berlin die Müdigkeit deutlich anzumerken, Marko Banic und Leon Radosevic kamen als ALBA-Topscorer auf jeweils elf Zähler.

Wie schon bei der kräftezehrenden Niederlage gegen Maccabi Tel Aviv kam ALBA zunächst mit der physischen Spielweise des Kontrahenten nicht zurecht und zeigte ungewohnte defensive Nachlässigkeiten. Vor allem den quirligen Wanamaker bekam die Mannschaft von Coach Sasa Obradovic nicht in den Griff, alleine im ersten Viertel wussten sich die Berliner gegen den Point Guard nur durch sechs Fouls zu helfen.

Beim Stand von 4:9 nahm der tobende Obradovic eine Auszeit, das 6:16 durch einen krachenden Dunk von Trevor Mbakwe nahm der Serbe nur noch ungewohnt stoisch zur Kenntnis. Anfang des zweiten Abschnitts forderten die Berliner Fans mit Gesängen größeren Kampfeinsatz ihres Teams, doch weiter jubeln durften vor allem die frenetischen Bamberger Anhänger. Nachdem ALBA in einer kurzen Schwungphase auf 28:32 verkürzt hatte, zog der dreimalige BBL-Pokalsieger aus Franken zur Pause auf 14 Punkte Vorsprung davon.

Wie schon gegen Tel Aviv enttäuschten die Anführer Jamel McLean und Reggie Redding in den ersten 20 Minuten - doch ALBA kam mit einer komplett anderen Einstellung aus der Kabine. Fast fünf Minuten blieb Bamberg ohne Korberfolg und musste nach einem 2:14-Lauf noch einmal zittern.

Nach der Schwächeperiode fing sich Bamberg allerdings wieder. Mit der Schlusssirene des dritten Viertels dunkte Mbakwe über Leon Radosevic zum 62:53, die Dreier zum Beginn des vierten Viertels von Ryan Thompson und Nationalspieler Elias Harris entmutigten Berlin endgültig. Statt des erhofften Krimis wurden die letzten Minuten zum Bamberger Schaulaufen.