Ban fordert von Syrien grünes Licht für Giftgas-Untersuchung

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die syrische Regierung mit Nachdruck aufgefordert, den angeblichen Einsatz von Giftgas von den UN-Inspekteuren untersuchen zu lassen.

Zugleich entsandte er seine Abrüstungsexpertin, die Deutsche Angela Kane, nach Damaskus. Sie sollte schon am Samstag in der syrischen Hauptstadt eintreffen. Die Opposition wirft dem Regime vor, mit chemischen Waffen in Vororten von Damaskus Hunderte Menschen getötet zu haben.

«Es ist die Absicht des Generalsekretärs, eine gründliche, vollständige und rasche Untersuchung der Berichte über den angeblichen Einsatz chemischer Waffen einzuleiten», erklärten die UN am Freitag in New York. Ban habe der syrischen Regierung bereits geschrieben und auf eine schnelle Genehmigung für die UN-Inspekteure gedrungen, die ohnehin bereits im Land sind. «Der Generalsekretär fordert die syrischen Behörden auf, positiv, umgehend und ohne Verzögerung auf seine Anfrage zu antworten, zumal die syrische Regierung selbst Interesse an der Aufklärung bekundet hat.»

Die etwa 20-köpfige Gruppe von UN-Experten ist im Land, um drei angebliche Einsätze von Giftgas im Frühjahr zu untersuchen. Regierung und Rebellen werfen sich gegenseitig die Nutzung der geächteten Waffen vor. Das Regime hatte die UN-Gutachter zwar angefordert, aber dann fünf Monate lang nicht ins Land gelassen. Schließlich durften sie zwar einreisen, sich aber nicht frei im Land bewegen.