Bande soll Einbruch-Beute für IS-Terror verwendet haben

Vor dem Kölner Landgericht müssen sich seit heute acht mutmaßliche Islamisten wegen einer Einbruchsserie zur Terrorfinanzierung verantworten.

Mit ihrer vor allem aus Kirchen und Schulen stammenden Beute sollen die Verdächtigen aus der Salafisten-Szene die Terrororganisation Islamischer Staat finanziert haben. Ihnen wird die «Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat» vorgeworfen. Für den Prozess, der am Morgen mit einiger Verspätung begann, wurden erhebliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bis März 2016 sind 47 Verhandlungstage angesetzt.

Bei ihren Einbrüchen von 2011 bis Ende 2014 in Köln und Siegen sollen die Angeklagten mehr als 19 000 Euro erbeutet haben - gedacht für Kämpfer in Syrien, die dort einen islamischen Gottesstaat errichten wollten. Einer der Männer soll in einem Youtube-Video zudem zur Teilnahme am bewaffneten Dschihad aufgerufen haben. Er hat sich der Anklage zufolge Ende 2013 in Syrien militärisch ausbilden lassen, mit dem Ziel, sich dort selbst an Kampfhandlungen zu beteiligen.