Hamilton wehrt Vettel-Angriff mit Fabelrunde ab

Lewis Hamilton ist auch beim Europa-Auftakt der Formel 1 das Maß der Dinge. Mit einer Fabelrunde verwies der WM-Spitzenreiter im Mercedes Verfolger Sebastian Vettel im Freitagstraining zum Großen Preis von Spanien auf Platz zwei.

Hamilton wehrt Vettel-Angriff mit Fabelrunde ab
Andreu Dalmau Hamilton wehrt Vettel-Angriff mit Fabelrunde ab

Der deutsche Ferrari-Pilot ließ in der Hitze von Barcelona immerhin seinen Landsmann Nico Rosberg im zweiten Silberpfeil hinter sich und nährte damit die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Attacke der Scuderia im Titelkampf. 

Zwei Wochen hatten die Teams vor der Reise nach Katalonien fieberhaft an der nächsten Entwicklungsstufe ihrer Autos gebastelt. «Barcelona war immer ein guter Wegweiser. Wenn wir hier stark sind, werden wir auch in den kommenden Rennen stark sein», erklärte Vettel die Spannung vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag (14.00 Uhr). 

Der Wettlauf der Ingenieure aber scheint die Kräfteverhältnisse noch nicht entscheidend verändert zu haben. Im Auftakttraining distanzierten Rosberg und Hamilton die beiden Ferrari um rund eine Sekunde. Erst in der schnelleren Einheit am Nachmittag und auf der weicheren Reifenmischung konnte zumindest Vettel aufhorchen lassen und sich sogar zwischen das Mercedes-Duo setzen. 

Auf Hamilton aber betrug sein Rückstand immer noch 0,408 Sekunden. Das ist noch ein gutes Stück entfernt von der angepeilten Augenhöhe. «Die Lücke ist immer noch da, und sie ist immer noch groß», hatte Vettel schon vor seiner ersten Ausfahrt befürchtet. Teamkollege Kimi Räikkönen lag als Vierter erneut rund eine Sekunde hinter Tagessieger Hamilton.

Der Brite wirkt derzeit einfach unschlagbar. In allen vier Rennen eroberte er bislang Startplatz eins, gewann dreimal und hat in der Gesamtwertung schon 27 Punkte Vorsprung auf Stallrivale Rosberg, der einen Zähler vor Vettel liegt. «Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Fahrweise, und die Ergebnisse haben gepasst. Das will ich einfach fortsetzen», sagte der Weltmeister. 

Für den WM-Zweiten Rosberg dagegen lief es schon wieder nicht nach Wunsch. «Im Großen und Ganzen war es ein schwieriger Tag», sagte der 29-Jährige und nannte Probleme mit der Balance des Autos als Ursache. Bei mehr als sieben Zehntelsekunden Rückstand auf Hamilton muss der gebürtige Wiesbadener am Sonntag die fünfte Niederlage im Mercedes-Duell in diesem Jahr fürchten. 

«Ich analysiere immer, ob ich etwas verändern muss, ob ich meine, dass ein anderer Weg besser wäre», sagte Rosberg. Noch aber hat er in dieser Saison kein wirksames Gegenmittel gegen den überragenden Titelverteidiger gefunden. Und von hinten drängelt wieder Ferrari.