Bayer siegt 2:1 bei Probe für Champions-League-Playoff

Bayer Leverkusen ist mit dem 2:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim eine vielversprechende Generalprobe gelungen.

Vier Tage vor dem Königsklassen-Playoff-Hinspiel beim Miroslav-Klose-Club Lazio Rom machten Torjäger Stefan Kießling in der 45. Minute und «Joker» Julian Brandt (71.) den saisonübergreifend siebten Heimsieg nacheinander perfekt. Steven Zuber hatte die Fußballprofis aus dem Kraichgau vor 27 125 Zuschauern in der BayArena nach fünf Minuten in Führung gebracht. Das 2:1 ist für Leverkusen der dritte Saison-Auftakterfolg in Serie. Hoffenheim unterlag beim achten Auftritt unter dem Bayer-Kreuz schon zum siebten Mal.

1899 ließ sich eine Woche nach dem Pokal-Aus beim Zweitligisten 1860 München anfangs weder vom gefürchteten Bayer-Pressing noch von der schlechten Bilanz aus dem Konzept bringen. Nach fünf Minuten führte der Achte der Vorsaison durch Zubers ersten Bundesligatreffer. Eugen Polanski hatte den Schweizer mustergültig freigespielt.

In dieser Szene machte sich das verletzungsbedingte Fehlen von Bayer-Abwehrchef Ömer Toprak negativ bemerkbar. Leverkusens Neuzugang Jonathan Tah, für geschätzte acht Millionen Euro vom HSV verpflichtet, ist noch kein gleichwertiger Ersatz.

Bayer, das sich der Pokal-Pflichtaufgabe beim Viertligisten SF Lotte mit 3:0 souverän entledigt und die letzten sechs Bundesliga-Heimspiele 2014/15 ohne Gegentor gewonnen hatte, baute nach dem 0:1 noch mehr Druck auf. Die Offensivaktionen wurden indes zumeist clever unterbunden.

Als Hakan Calhanoglu (39.) aus kurzer Distanz die erste große Ausgleichschance hatte, reagierte Keeper Oliver Baumann glänzend. Auf der Gegenseite blieb der Ex-Moskauer und Neu-Hoffenheimer Kevin Kuranyi bei seinem Comeback wirkungslos. Der einstige Nationalstürmer bestritt 1925 Tage nach seinem letzten Erstligaeinsatz, damals noch für Schalke, wieder eine Partie in der deutschen Eliteliga, wurde aber in der 58. Minute durch Tobias Strobl ersetzt.

Bayer, Vierter der Spielzeit 2014/15, wollte nicht mit einem Rückstand in die Pause - und Kießling tat seinem Team den Gefallen, als er das Spielgerät aus fünf Metern wuchtig in das Netz drosch. Wendells harten Schuss hatte Baumann zuvor nur nach vorn abklatschen können.

Nach dem Wechsel entwickelte sich Einbahnstraßen-Fußball; Hoffenheim erwehrte sich der Bayer-Dauerattacken nur noch mühsam. Kießling hatte die Führung auf dem Fuß (63.), konnte die Hereingabe von Karim Bellarabi aber nicht kontrollieren. Das 2:1 durch Brandt war die fast logische Folge der Bayer-Offensivwucht.

Bayers chilenischer Millionen-Neuzugang Charles Aránguiz saß zwar auf der Ersatzbank, wurde aber von Trainer Roger Schmidt noch nicht eingesetzt.