Bayern kein «Glückslos» - Guardiola auf Analyse-Tour

Zwei mögliche Viertelfinalgegner nahm Pep Guardiola bei seinem Champions-League-Kurztrip nach Spanien schon einmal selbst ins Visier.

Bayern kein «Glückslos» - Guardiola auf Analyse-Tour
Sven Hoppe Bayern kein «Glückslos» - Guardiola auf Analyse-Tour

Vor der Auslosung an diesem Freitag in Nyon in der Schweiz analysierte der Bayern-Coach erst den intensiven Elfmeter-Krimi zwischen Atlético Madrid und Bayer Leverkusen.

Am Tag darauf freute er sich über den 1:0-Erfolg seines ehemaligen Arbeitgebers FC Barcelona über Manchester City. Bei Barças Siegtreffer gegen den englischen Meister ließ sich Guardiola auf der Tribüne des Camp Nou sogar zu einem kurzen Jubler hinreißen. Ob ihn das Los Barcelona ähnlich freuen würde?

Neben dem früheren Pep-Club und dem Vorjahresfinalisten Atlético winkt dem einzigen verbliebenen Fußball-Bundesligisten in der Runde der letzten Acht auch eine schnelle Revanche gegen den letztjährigen Königsklassen-Gewinner Real Madrid, der die Münchner im Halbfinale 2014 krachend aus dem Wettbewerb rauswarf.

«In der Champions League stehen uns im April zwei ganz große Fußball-Festtage ins Haus», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und gab sich gelassen. «Es ist kein Wunschkonzert. Man muss es nehmen, wie es kommt.» Gespielt wird die zweite K.o.-Runde am 14./15. und 21./22. April.

«Spätestens ab dem Viertelfinale geht es in jedem Spiel um alles. Deswegen ist es relativ egal, auf wen wir treffen», sagte auch Fußball-Weltmeister Mario Götze. Ein «Glückslos» seien die Münchner für keinen, versicherte Rummenigge selbstbewusst.

Neben Duellen gegen die drei spanischen Top-Vereine, bei denen die ehemaligen Bayern-Profis Toni Kroos (Real Madrid) und Mario Mandžukić (Atlético Madrid) spielen, wäre auch eine Premiere möglich. Gegen den AS Monaco liefen die Münchner in ihrer glanzvollen Europapokalhistorie noch nicht auf. «Angst» brauche man vor keinem Gegner zu haben, erklärte Arjen Robben, der am Sonntag im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach nach einer kurzen Verletzungspause wieder zur Verfügung steht.

Dortmund-Bezwinger Juventus Turin, den die Bayern auf dem Weg zum Titel 2013 ausschalteten, der schon zweimal im Viertelfinale besiegte FC Porto und Paris Saint-Germain sind die weiteren möglichen Gegner. Bei Paris, das als einziger Viertelfinalist eine positive Bilanz gegen die Bayern aufweist, fehlt zumindest im Hinspiel der gesperrte Superstar Zlatan Ibrahimović.

«Ich denke, wir haben den großen Respekt von ganz Fußball-Europa», sagte Rummenigge schon nach dem Münchner Weiterkommen gegen Schachtjor Donezk. «Ich glaube, wir haben uns bisher gut präsentiert in der Champions League. Es ist bekannt, dass wir hohe Ziele haben und jetzt schauen wir, was uns zugelost wird.»

Anders als im Achtelfinale sind auch Duelle zwischen Teams aus demselben Land möglich. Egal wer kommt, für die Münchner soll der Gegner nur eine Zwischenstation auf dem Weg ins Finale am 6. Juni in der deutschen Hauptstadt sein. «Wir wollen unbedingt nach Berlin. Das ist aber noch ein weiter Weg», sagte Jérôme Boateng.