Bayern mit zehn Mann zum 2:1-Sieg in Hoffenheim

Bayern München hat sich auch durch ein Rekordtor von Kevin Volland und eine knapp 20-minütige Unterzahl nicht in die Knie zwingen lassen.

Bayern mit zehn Mann zum 2:1-Sieg in Hoffenheim
Uli Deck Bayern mit zehn Mann zum 2:1-Sieg in Hoffenheim

Dank eines Last-Minute-Treffers des eingewechselten Robert Lewandowski gewann der Rekordmeister bei 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:1) und verteidigte am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga die Tabellenführung.

Bereits nach neun Sekunden brachte Volland, der sich nun neben Leverkusens Karim Bellarabi mit dem Titel schnellster Torschütze der Bundesligageschichte schmücken darf, die Hausherren vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena in Führung. Thomas Müller gelang mit seinem dritten Saisontor in der 41. Minute der Ausgleich.

In der 73. Minute verloren die Münchener Jerome Boateng, der nach einem Handspiel im Strafraum die Gelb-Rote Karte sah. Den fälligen Elfmeter schoss Kevin Polanski an den Pfosten und vergab damit den möglichen ersten Bundesligasieg für die TSG gegen die Bayern.

Die Partie begann mit einem Knalleffekt. Anstoß Bayern, die den Ball über vier Stationen zurück auf David Alaba spielen. Der Österreicher passt ungenau in die Mitte, wo Volland lauert und Manuel Neuer mit einem «Tunnel» überwindet. Für den Rekordmeister war es erst der zehnte Gegentreffer in der Anfangsminute in der Bundesliga-Historie.

Das brachte zusätzlich Spannung, denn der Favorit war nun gleich gefordert. Und die Startruppe von Pep Guardiola, der Lewandowski zunächst auf der Bank ließ und dafür Mario Götze von Beginn an brachte, ließ sich nicht lange bitten. Vor allem Neuzugang Douglas Costa initiierte auf dem linken Flügel einige gefährliche Angriffe und scheiterte in der Anfangsviertelstunde zweimal knapp.

Die Gäste bestimmten das Geschehen, brachten sich durch viele unerzwungene Fehler aber immer wieder aus dem Rhythmus. Es war schon mehr als eine halbe Stunde gespielt, als Hoffenheim wieder in Gefahr geriet. Philipp Lahm flankte auf Müller, dessen Kopfball TSG-Torwart Oliver Baumann prächtig parierte. Kurz darauf landete eine Müller-Flanke am Außenpfosten.

Und auch sonst lief es für die Münchner nicht nach Plan. Mehdi Benatia musste zehn Minuten vor der Halbzeit verletzt raus, für ihn kam Rafinha. Kurz vor dem Wechsel gab es dann doch noch Grund zum Jubeln. Wieder startete Costa auf links durch, seinen Schuss konnte Baumann nur in die Mitte abwehren, wo Müller den Ball mit dem Knie über die Linie drückte.

Nach knapp einer Stunde reagierte Guardiola und holte den schwachen Robben, der sich vor der Partie einen Einsatz über 90 Minuten gewünscht hatte, vom Feld. Für den Niederländer kam Thiago. Wenig später kam dann auch Lewandowski für Lahm. Kurz zuvor hatte Arturo Vidal (66.) mit einem Lattenschuss knapp die Führung verpasst.

Auch Lewandowski brachte die Kugel nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung nicht über die Linie, als er am starken Baumann scheiterte. Zwei Minuten vor Schluss blieb der TSG-Keeper gegen den polnischen Nationalstürmer gleich zweimal Sieger. Den verdienten Siegtreffer des Bayern-Stürmers konnte er dann aber nicht verhindern.