Beamtenbund: «Jetzt ist Zahltag im öffentlichen Dienst»

Der Beamtenbund dbb hat die Arbeitgeber des Bundes und der Kommunen aufgefordert, die großen Anstrengungen der Beschäftigten für die Flüchtlinge besser zu honorieren.

Beamtenbund: «Jetzt ist Zahltag im öffentlichen Dienst»
Arno Burgi Beamtenbund: «Jetzt ist Zahltag im öffentlichen Dienst»

«Die Versorgung der Flüchtlinge war ein Kraftakt», sagte dbb-Vize Willi Russ zum Auftakt der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst an diesem Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Gewerkschaften und Arbeitgeber starten am Nachmittag in Potsdam die Tarifrunde für über zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen. Verhandelt wird unter anderem über das Gehalt von Erziehern, Mitarbeitern von Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kliniken sowie Bundespolizisten und Mitarbeitern des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Gewerkschaften Verdi und der dbb fordern sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber lehnen das angesichts der leeren Kassen vieler Kommunen als zu hoch ab.

Russ sagte, die Beschäftigten hätten bis zum Umfallen gearbeitet. «Jetzt ist Zahltag.» Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wird als oberster Dienstherr der Bundesbeschäftigten zum Auftakt in Potsdam erwartet. Auf die Auftaktrunde sollen zwei weitere Verhandlungsrunden bis Ende April folgen. Verdi-Chef Frank Bsirske betonte, gerade Kitas, Schulen oder Polizei bräuchten zusätzlich Personal, um die gesellschaftlichen Aufgaben zu lösen. Deshalb brauche es attraktive Bedingungen.