Beate Uhse strebt in diesem Jahr eine «schwarze Null» an

Der kriselnde Erotik-Händler Beate Uhse braucht mehr Zeit, bis seine Strategie für Paare, Frauen und Singles greift.

Beate Uhse strebt in diesem Jahr eine «schwarze Null» an
Julian Stratenschulte Beate Uhse strebt in diesem Jahr eine «schwarze Null» an

Nach schweren Verlusten im Vorjahr wolle man in diesem Jahr wieder ein ausgeglichenes Ergebnis im laufenden Geschäft schaffen, teilte das Unternehmen am Montag in Hamburg mit.

Dabei setze Beate Uhse vor allem auf den Online-Handel, schon jetzt der wichtigste Vertriebsweg. Durch die Schließung von 16 Filialen sowie die Einstellung des Katalogs werde der Umsatz im laufenden Jahr nochmals auf 115 bis 120 Millionen Euro zurückgehen - nach 129 Millionen Euro im Vorjahr.

Beate Uhse besitzt immer noch eine sehr hohe Markenbekanntheit, doch die Geschäfte laufen seit Jahren nicht gut. Wesentliche Bereiche der Vergangenheit wie das DVD-Geschäft sind durch das Internet weitgehend weggefallen. Beate Uhse hat zuletzt den Firmensitz von Flensburg nach Hamburg verlegt und mehr als 150 Arbeitsplätze gestrichen, um Kosten zu sparen.

Im vergangenen Jahr fiel auch deswegen ein Verlust von 18,4 Millionen Euro an; die Eigenkapitalquote im Konzern reduzierte sich von 28,2 auf 11,4 Prozent. «In einem zunehmend anspruchsvollen Marktumfeld ist Erfolg kein Selbstläufer», sagte Vorstandschef Kees Vlasblom. Der Vorstand werde die Strategie noch konsequenter an den Kundenbedürfnissen ausrichten. Beate Uhse wolle mittelfristig das führende Unternehmen für erotischen Lifestyle und Sexual Wellbeing in Europa werden.