Beiersdorf verdient mit neuen Produkten

Der Nivea-Konzern Beiersdorf ist zurück in der Spur. Dank neuer Produkte und stärkerer Marken habe das Unternehmen seine Marktposition weltweit ausbauen können und sei schneller gewachsen als die Konkurrenz.

Das sagte Vorstandschef Stefan F. Heidenreich am Dienstag in Hamburg: «Unsere Produkte sind bei den Handelspartnern und den Verbrauchern wieder begehrt.»

Ein Grund für den Erfolg sei das Strategiekonzept «Blue Agenda», das auf eine Stärkung der Marken, Innovationen und den Ausbau der Marktposition in Schwellenländern sowie in den europäischen Heimatmärkten setze. Diese Strategie funktioniere und werde weiterhin gelten, sagte Heidenreich bei einer Telefonkonferenz: «In vielen Ländern haben wir Marktanteile dazugewonnen.»

Als besondere Innovation hob der Vorstandschef, der seit dem Frühjahr 2012 an der Spitze des Kosmetikherstellers steht, ein Duschprodukt hervor, das gleichzeitig als Bodylotion dient und auf den Märkten eingeschlagen habe. Auch bei Deos und der Gesichtspflege habe Beiersdorf mit Neuheiten gepunktet.

Die gute Geschäftsentwicklung ermögliche es, die Umsatzprognose für das laufende Jahr anzuheben. Das Unternehmen rechne nun mit einem Plus von insgesamt sechs bis sieben Prozent. Bisher war der Konzern von fünf bis sechs Prozent ausgegangen. Bei der Umsatzrendite - bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) - erwarte man nun rund 13 Prozent, nach zuvor 12 bis 13 Prozent.

Die angehobene Prognose spiegelt den positiven Trend der ersten neun Monaten wider. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Konzernumsatz organisch um 7,3 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro zu. Wegen des stärkeren Euro liegt das nominale Umsatzwachstum mit 2,4 Prozent niedriger. Die Ebit-Umsatzrendite stieg auf 13,9 Prozent. Die Börse honorierte die Zahlen mit einem Kurssprung und Tageskursen oberhalb von 73 Euro. Zeitweise lag die Beiersdorf-Aktie auf einem absoluten Rekordniveau.

Von Januar bis September konnte Beiersdorf den Umsatz auch in den «reifen» und besonders umkämpften westeuropäischen Märkten insgesamt halten und in Deutschland sogar wieder einmal wachsen. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt der Konzern in den Wachstumsregionen außerhalb Europas. Dabei erreicht er zum Teil beträchtliche Steigerungen, zum Beispiel 15,5 Prozent in Lateinamerika oder 18,9 Prozent in Afrika, Asien und Australien.