Beratungen im Fall Amanda Knox haben begonnen

Das oberste Gericht in Italien hat mit den entscheidenden Beratungen im Fall Amanda Knox (27) begonnen.

Der Kassationsgerichtshof in Rom muss entscheiden, ob die Verurteilung der US-Amerikanerin und ihres Ex-Freundes Raffaele Sollecito zu langen Haftstrafen wegen des Mordes an einer britischen Austauschstudentin Bestand hat. Ein Urteil wurde für den späten Mittwoch oder Donnerstag erwartet.

Während Knox bei der Entscheidung nicht anwesend sein wird, kam der Italiener Sollecito am Mittwoch ins Gericht - umringt von Journalisten. Möglich ist, dass die Richter die Verurteilung bestätigen oder den spektakulären Fall wieder an ein anderes Gericht zurückverweisen. Als unwahrscheinlich gilt, dass sie direkt einen Freispruch anordnen.

Knox und Sollecito waren letztes Jahr zu 28 Jahren und sechs Monaten beziehungsweise zu 25 Jahren Haft verurteilt. Sie hatten Berufung eingelegt und beteuern ihre Unschuld. Seit einem Freispruch aus dem Jahr 2011 ist Knox in ihrer Heimat USA.

Die Britin Meredith Kercher war Anfang November 2007 in der italienischen Stadt Perugia ermordet worden. Der einzige rechtskräftig verurteilte ist bisher der Ivorer Rudy Guede, der wegen Beihilfe zum Mord 16 Jahre Haft absitzt.